Peter Schmid Solare Energien

Energiewende jetzt!        Alles über Photovoltaikanlagen!

Archiv 2014


PV-Thermie: Warmwasser mit Photovoltaik

14.08.2014

Warmwasserbereitung einfach: Keine Solarkollektoren, keine Wasserleitungen vom Dach in den Heizungsraum, keine Umwälzpumpe die Energie verbraucht! Nun eben mit Photovoltaikstrom! Ein Netzanschluss benötigt es nicht, also auch keine Anmeldung beim Netzbetreiber, keine Abrechnung.

Etwa 10 Quadratmeter Modulfläche benötigt es, Brauchwasser mit einem Heizstab erwärmen zu können. Etwa 60% der jährlichen Warmwasserkosten können gespart werden. Große Dachflächen sind nicht nötig, auch nicht eine einheitliche Ausrichtung. Über drei unabhängige Eingänge kann der Einschraubheizkörper angesteuert werden. Es wird ein 1,5 Zoll-Anschluss am Warmwasserspeicher benötigt.

Im Sommer können Sie Ihre konventionelle Warmwassererwärmung abschalten. In der übrigen Zeit unterstützt der Heizstab die Warmwasserbereitung. Im Jahr erzeugt PV-Thermie etwa 1.400 kWh Wärme. Das bedeuten Energiekosten von 12 Cent/kWh. 


Änderung des EEG zum 1. August 2014

 

Erst einmal die gute Nachricht: Für bestehende PV-Anlagen ändert sich nichts!

Eigenverbrauchsanlagen die vor dem 01.08.2014 eingespeist haben, genießen Bestandsschutz.

Für neue Anlagen bis 10 kWp oder 10.000 kWh pro Jahr ändert sich ebenso wenig.

Für Anlagen > 10 kWp oder > 10.000 kWh pro Jahr wird die EEG-Umlage für eigenverbrauchten Strom fällig. Zunächst bis Ende 2015 sind es 30%, im Kalenderjahr 2016 35%, und ab 01.01.2017 40% der jeweils festgelegten Umlage. Zum Ausgleich wird die Vergütung für diese Anlagen einmalig um 0,3 Cent/kWh angehoben. Das Marktintegrationsmodell, bei dem Anlagen ab 10 kWp nur 90% der in das Netz eingespeisten Kilowattstunden vergütet bekommen haben, ist gestrichen. Für Altanlagen bleibt es aber erhalten. Bei Anlagen ab 100 kWp bzw. 500 kWp gibt es weitere Änderungen, die hier nicht erläutert werden.

 


Intersolar 2014  vom 4. bis 6. Juni in München

 

Liebe Kunden, Photovoltaikfreunde und Solarinteressenten,

1.100 Aussteller waren auf der Intersolar 2014 vertreten, ca. 44.000 Besucher strömten auf das Messegelände! Was gibt es Neues?  

Die Auswahl fällt schwer, hier reduziere ich die Inhalte und gebe in einigen Fällen ein Beispiel an:

Module:

Seit einem Jahr gibt es mehr oder weniger Steigerungen beim Wirkungsgrad.

Beispiel: Bei dem Modul LG MonoX NeON sind bei Standardgröße nun 300 W möglich bei einem Wirkungsgrad von >18%. (Maßnahmen: n-Typ Technologie, 3 Busbars, Antireflexschichten auf Zelle und Glas, beidseitig aktive Zellen, reduzierter Temperaturkoeffizient)             

Doppelglasmodule:

Mehrere Hersteller bieten Doppelglasmodule an mit je 2 mm Glas. Dadurch kann die Leistungsgarantie auf 30 Jahre erhöht werden, weil die Dichtheit und der Schutz der Zellen wesentlich besser ist.

Module mit Stecker:

Sehr konträr diskutiert, aber es gibt sie: Ein einzelnes Modul (z. B. 250W) mit Netzstecker! Einsteckbar in der Steckdose auf dem Balkon oder sonst wo. Nicht vergessen, es der Bundesnetzagentur und dem Netzbetreiber zu melden, so ist es mal gesetzlich verankert. Wenn nur ein Modul eingesteckt wird, sollte bezüglich der elektrischen Absicherung kein Problem entstehen. Natürlich muss es windsicher aufgestellt und befestigt werden.

Wechselrichter:

Mehr und mehr kommen auch kleinere 3-phasige Systeme auf den Markt. Damit kann symmetrisch eingespeist werden.

Modulwechselrichter:

Inzwischen gibt es mehrere Hersteller von Modulwechselrichtern. Hier wird nach jedem Modul die Gleichspannung in Wechselspannung umgerichtet.

Beispiel: Anbieter SMA mit zugehörigem Steuerungssystem: Sunny Boy 240 mit Sunny Multigate. Vorteil: Jedes Modul bringt die optimale Leistung, Schatten wirkt sich nur auf das betreffende Modul aus. Ideal für kleinere Anlagen bei reduziertem Installationsaufwand. Achtung: Nicht alle Hersteller erfüllen derzeit die gesetzlichen Anforderungen!

Leistungsoptimierer (schon seit einiger Zeit am Markt, inzwischen bewährt):

Jedes Modul erbringt die Leistung entsprechend der Einstrahlung! Keine generelle Leistungsreduktion aufgrund von Schatten auf ein Modul im Strang.

Beispiel: SolarEdge, mit dazu passendem Wechselrichter. Weiterer besonderer Vorteil: Bei jedem Modul kann die momentane Leistung beobachtet werden. Ebenso die gespeicherten Werte. Eine Moduldegradation ist somit detektierbar.

Für Sicherheitsfanatiker die beste Lösung, da Strangspannungen im Fehlerfall abschaltbar sind.

Speicher, Batteriespeicher:

Mehr und mehr gibt es kleinere Speichersysteme. Die Sonnenbatterie bietet jetzt Speicher ab 4 kWh an. Ca. 250 Anbieter mit Speicherlösungen.

Li-Ionenbatterien werden preisgünstiger. Es gibt unzählige Speichersysteme, eine Auswahl der Speichersysteme erfolgt nach den Anforderungen des Kunden!

Integrierter Speicher:

SMA bietet einen 2 kWh-Speicher im Wechselrichter an, Sunny Boy Smart Energy. Ideal für neu installierte Photovoltaikanlagen der Größe 4 bis 6,6 kWp.

Eigenverbrauch von z. B. 30% auf 50% gesteigert, also Stromkostenreduktion um 50%.

Dachintegrierte Lösung:

Solarworld bietet eine dachintegrierte Lösung an, die brandschutzmäßig und bezüglich der Dichtheit  am höchsten entwickelt ist: Sundeck (Eindeckrahmen schwarz) mit Sunmodule Plus mono black. Sie ersetzen die Dachpfannen, ist somit perfekt geeignet für die Sanierung oder Neubau von Schrägdächern. Schöner kann man Solarstrom nicht produzieren!

Carports:

Mehrere Hersteller bieten Carports an, darunter auch Solar Frontier (Japan) mit einem verstärkten Modul für erhöhte Schneelast in CIS-Dünnschicht-Technik.

Ein Hersteller bietet zusätzlich kurze (ca. 1 m) transparente Module an. Damit kann eine vorgegebene Fläche besser ausgenutzt werden. Sogar ein Dach mit Radius ist damit möglich.

PV-Thermie:

Duschwasser wird nicht mit den üblichen Solarkollektoren erwärmt, sondern mit Strom von Photovoltaikmodulen, die nicht mehr am Netz sein müssen. Also kein Ärger mit dem Netzbetreiber oder dem Finanzamt. Mit einem Heizstab wird das Brauchwasser im heimischen Warmwasserspeicher erwärmt. Im Sommer und bei Sonnenschein können Sie Ihren Öl- oder Gasbrenner ausschalten.

Windenergie:

Windturbine mit vertikaler Achse! Unterschiedliche Leistungsklassen: 500W, 1000W, 4000W von Turbina in Unterhaching.

Die Stromproduktion beginnt schon bei 1,5 m/s Windgeschwindigkeit, ist sehr leise < 34 db.

Genau diese Windturbinen sind im Lager der deutschen Mannschaft in Bahia/Brasilien zur Stromstabilisierung aufgestellt worden!

… Gerne beantworte ich Ihre Fragen!


Versteckte Kosten für Kohle und Atom

21.02.2014

Laut Greenpeace Studie lagen in 2012 lagen die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas bei 40,3 Milliarden €. Die EEG-Umlage summierte sich auf 17 Milliarden €.

In den versteckten Kosten sollen  Finanzhilfen und Steuervergünstigungen, externe Kosten der einzelnen Energieträger für Klimaschäden oder nuklearen Unfall enthalten sein. Bei der Atomenergie geht es um die Forschungsförderung für Stilllegung, Rückbau und Endlagersuche. Diese Kosten werden nicht wie in der EEG-Umlage transparent ausgewiesen, sondern über Steuern und Abgaben auf die Verbraucher abgewälzt. Als Umlage ausgewiesen, wären laut Studie 10,2 Cent/kWh auf die Stromrechnung aufzuschlagen.

Eine aktuelle (Anfang 2014) Analyse des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) errechnet für die von Kohle und Atom verursachten Kosten den Betrag von rund 360 € pro Jahr und Haushalt. Für 2014 bedeutet das, dass die EEG-Umlage immer noch ein Drittel unter dem Wert für die Subventionen für Kohle und Atom liegt.

Besonders mit 13,9 Milliarden € ist die als umweltschädlich geltende Braunhohle gefördert.

Atom und Kohle belasten die Verbraucher   


Soll das EEG 2.0 wesentlich kostengünstiger sein!?

06.02.2014

Das Eckpunktepapier der Bundesregierung sagt aus, dass die durchschnittliche Vergütung aller geförderten Technologien ca. 17 Cent pro kWh beträgt. Durch die neuen Maßnahmen eines grundlegend überarbeiteten EEG 2.0 soll die durchschnittliche Vergütung bis 2015 auf 12 Cent pro kWh gesenkt werden.

Zitat: „Die Konzentration auf die kostengünstigsten Technologien, Wind Onshore und PV, bei gleichzeitiger Absenkung der Einspeisevergütungen bewirkt, dass die durchschnittliche Vergütung auf ca. 12 Cent/kWh sinkt“.

Es braucht kein EEG 2.0, um die durchschnittlichen Stromkosten für Erneuerbare zu senken. Die Erneuerbaren sind bereits auf dem Weg dorthin. Im Gegenteil, durch die Beschneidung der heute günstigsten Erneuerbaren werden die durchschnittlichen Kosten langsamer absinken.

Bei der relativ teuren Biomasse will man sich auf Abfall und Reststoffe konzentrieren und damit eine Mengenbegrenzung erreichen.

Die teuerste Variante ist die Offshore-Technik (Windenergie auf dem Meer), wo zusätzlich die Anschlussleitungen ebenso von der Umlage finanziert werden sollen. Die hohen Vergütungssätze haben sich die zukünftigen Betreiber ausgehandelt und belasten den Stromkunden sehr. Zusätzlich sollen neue Überlandleitungen nötig sein, was die Netzkosten erhöht.

Die im Eckpunktepapier gezeigt Grafik stellt die Erneuerbaren in der Vergütung und der Menge der erzeugten Energie dar.  Die folgenden Vergütungen sollen 2015 erreicht werden:  für Offshore-Technik 19 Cent/kWh, für Biomasse 15 Cent/kWh, für Photovoltaik 11 Cent/kWh und für Windkraft an Land 9 Cent/kWh.Besonders bei Windkraft an Land und bei Photovoltaik haben wir die günstigsten der erneuerbaren Energien. Was jedoch die Bundesregierung versucht, ist die Beschneidung eben dieser günstigen Technologien. Dabei nimmt sie in Kauf, dass moderne und teure Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden und diese für z. B. 35 Jahre mit ihrem Strom das Netz verstopfen und für diese Zeit den Erneuerbaren keine Chance mehr geben. Die Erzeugungskosten eines neuen Steinkohle- oder Gaskraftwerks liegen heute bei 7 bis 11 Cent pro kWh, sagt das Eckpunktepapier. Damit ist diese Energie auf Dauer nicht billiger, abgesehen von den entstehenden Umweltschäden.

Nachdem in der Photovoltaik 2011 und 2012 ca. 7,5 GW Leistung neu gebaut wurden, waren es 2013 nur noch ca. 3,3 GW. Die Bundesregierung möchte den Zubau nun auf 2,5 GW drücken. Das ist ein Drittel der 2011 zugebauten Leistung! Damit müssen zukünftig fossile Kraftwerke gebaut werden, um stillgelegte Kraftwerke zu ersetzen.

Somit kann man nicht mehr von der Energiewende sprechen!

 


Gabriel würgt die Erneuerbaren ab!

21.01.2014

Anstatt erneuerbare Energien zu fördern, sollen nach Gabriel folgende Maßnahmen ihren Ausbau bremsen:

-          Die Deckelung der Windenergie an Land

-          Die Erhebung der EEG-Umlage auf selbst genutzten Strom

-          Durch einschränkende Maßnahmen zur Direktvermarktung des Stroms

-          Durch den Eingriff in die Vergütungsstruktur

Folgen solcher geplanter Maßnahmen:

-          Der Bau von Windkraftanlagen an Land kommt zum Erliegen

-          Der Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom wird verteuert

-          Verteuerung der Stromkosten, weil große Photovoltaikanlagen auf Freiflächen heute bereits günstiger Strom erzeugen als Gas- oder Atom-Kraftwerke

-          Die Dezentralisierung der Stromerzeugung wird gestoppt

Forderungen:

-          Sofortige Streichung der Mehrwertsteuer auf die EEG-Umlage! Hier verdient der Staat ca. 1,2 Cent/kWh und sorgt für die Verteuerung des Stroms!

-          Sofortige Rücknahme der Rabatte für die Industriebetriebe, die von der EEG-Umlage befreit sind! Das reduziert die Stromkosten für alle!

-          Weiterführen der Vergütung (mit planmäßiger Absenkung) für erneuerbare Energien, die auf dem Weg sind die Stromkosten zu bremsen!

-          Dezentrale Blockheizkraftwerke als Ersatz für unflexible Kohle- , Gas- oder Atomkraftwerke (bei gleichzeitiger Nutzung der erzeugten Wärme sind diese die preisgünstigsten Kraftwerke)!


Kosten Haushaltsstrom und Gestehungskosten für Photovoltaikstrom

21.01.2014

In der Grafik sehen Sie:

den Haushaltsstrom (Tagestarif) EnBW in Cent/kWh (inkl. MWST, ohne Grundgebühr)

und den Nachtstrom EnBW in Cent/kWh (inkl. MWST, ohne Grundgebühr)

für einen typischen Haushalt mit Elektrospeicherheizung.

Dazu den zukünftigen geschätzten Strompreis Haushaltsstrom bei 4% jährlicher Steigerung,

die Stromgestehungskosten für Photovoltaikstrom einer PV-Dachanlage.

Bereits heute liegen die Gestehungskosten Photovoltaik bei 13 Cent/kWh (Dachanlage mit ca. 10 kWp). Sehr große Freiflächenanlagen bei unter 10 Cent pro kWh.


Stromgestehungskosten 2014